Veranstaltung

offene Synagoge und Lesung von Reiner Engelmann

Am Sonntag, dem 04.10.2026, von 14 bis 16 Uhr, ist die ehemalige Synagoge Staudernheim, Am Wolfsgang 3, 55568 Staudernheim, zur Besichtigung des Gebäudes und einer Ausstellung wieder geöffnet.

Anschließend lädt der Museumsverein Synagoge Staudernheim um 17 Uhr zu einer Lesung von Reiner Engelmann aus seinem, mit dem Literaturpreis für Toleranz, Respekt und Humanität ausgezeichneten Buch, „Der Fotograf von Auschwitz – Das Leben des Wilhelm Brasse“, ein. Wilhelm Brasse (1917 – 2012) war polnischer Soldat mit österreichischen Wurzeln.

Seine Weigerung, in die deutsche Wehrmacht einzutreten, brachte Brasse 1940 nach Auschwitz, das zunächst noch ein Lager für polnische Gefangene war. Als Fotograf wurde er von den Deutschen gebraucht. Er überlebte das Konzentrationslager, weil er andere Opfer fotografierte. Nach der Befreiung versuchte Brasse einen Neuanfang als Fotograf. Doch sobald er durch das Objektiv seiner Kamera schaute, verfolgten ihn die Bilder der Getöteten. Ungefähr 50.000 Fotos sind es, die er gemacht hat. Bevor die Russen das Lager befreien, erhielt er den Befehl, die Fotos zu vernichten. Viele konnte er vor der Vernichtung bewahren. 38.000 seiner Bilder überlebten so für die Nachwelt. Seine Geschichte hat er in Auschwitz erzählt.
Reiner Engelmann hat Brasse noch selbst kennengelernt und mit dem Buch - vor allem auch für junge Menschen - seine Geschichte aufgezeichnet.

Eintritt frei, Spende erbeten